in Erlebnisse

Schlafen ohne Scham

Wenn ich im Sitzen einschlafe, dann klappt mein Mund automatisch auf. Morgens im Zug bin ich besonders müde und gönn ich mir noch ein paar Minütchen Schlaf. Um meinen Mitmenschen diesen grotesken Anblick zu ersparen, trage ich seit kurzem eine Maske. Diese Art von Maske, die Asiaten tragen, wenn sie krank sind, Angst davor haben angesteckt zu werden oder einfach ihr ungeschminktes Gesicht nicht zeigen wollen. Allerdings ist diese Maske aus Stoff und sieht daher nicht so klinisch aus. Wie genussvoll ich jetzt schlafe – es ist ein Traum!

Aber… ich weiß nicht, ob es Einbildung ist. Die Menschen scheinen mich nun vermehrt zu meiden, denn jetzt bleibt öfter der Sitz neben mir frei. Vielleicht weil sie denken ich bin hochansteckend?

Schlafen im Zug

Haare

Schon wieder ein haariges Thema.

Ich freue mich nie auf Friseurbesuche. In über 90% aller Besuche verlasse ich enttäuscht den Laden und möchte mir am liebsten eine Mütze über den Kopf ziehen, weil mir das Ergebnis nicht gefällt. Dabei mache ich es den Friseuren gar nicht so schwierig. Ich habe ein Beispiel aus mehreren Perspektiven herausgesucht und sage: „Genau so.“ Aber machen sie es genau so? Nein. Durch die Unzufriedenheit muss ich immer einen neuen Haarschnitt improvisieren und habe am Ende etwas, womit ich eigentlich nicht gerechnet hatte. Möglicherweise ist ein 1:1 Schnitt nicht möglich, weil meine Haarstruktur mir das nicht erlaubt. Weil sie nicht wissen, welche Technik der andere Friseur verwendet hat. Ich hab dickes, widerspenstiges Haar. „Du hast so viel Haar! Und die sind so dick!“, sagen mir neue Friseure immer. Lucky me, I guess lolz.

Japanische Friseure (okay, mir ist nur eine bekannt) haben meiner Meinung nach die krasseste Ausdünntechnik. Für bestimmte Frisuren, die z.B. einen Pony beinhalten, ist es allerdings die reinste Katastrophe. Ich hatte bei meinem ersten Friseurbesuch in Tokyo nur noch dünne Strähnen als Pony, obwohl das Beispielfoto genau das Gegenteil zeigte. Um mir keine Gedanken mehr darüber zu machen, was ich mit diesem verhunzten Pony anfangen soll, habe ich sie einfach nach hinten gegelt. Ich weiß nicht wie sie das schaffen, aber eins muss ich sagen: Bisher hat keiner der deutschen Friseure das jemals wieder so hinbekommen. Da besteht wohl nicht so der Bedarf nach starkem Ausdünnen der Haare.

Was ich damit sagen möchte: Kopfmassagen sind toll.

kopfmassage

Schnell verstecken

Dank der Möglichkeit Folgen und Filme bei Amazon Prime offline zu speichern, kann ich meine Zeit im Zug manchmal damit vertreiben Serien zu schauen. Ich habe dadurch die zweite Staffel von „The Affair“ erfolgreich zu Ende schauen können. Wie der Name schon verrät, geht es in dieser Serie um eine Affäre. Und dementsprechend werden auch mal „Liebesszenen“ dargestellt. Ich halte sie eigentlich für völlig unnötig und müssten nicht immer in solcher Länge gezeigt werden, aber nun gut. Jedenfalls war es immer unangenehm auf das Handy zu schauen, wenn man wieder solch eine Szene lief. Wer weiß, was für neugierige Augen auf meinen Bildschirm und mich dafür verurteilen, was für einen Mist ich da denn schaue!

hiding what you're watching

Haare und Nägel

Das ist nur mein Eindruck, aber ich habe das Gefühl, dass meine Haare und Nägel unnatürlich schnell wachsen. Aber das lässt sich bestimmt damit erklären, dass ich ja alles kurz trage und jeder neue Millimeter ganz schön auffällt.

Haare und Nägel

Wertvolle Zeit mit Freunden

Wer kennt das in der heutigen Zeit nicht. Irgendwann zückt man während eines Treffens das Handy und schaut drauf. Macht Fotos. Liest Nachrichten. Checkt seine Mailbox. Antwortet einer Person. Scrollt durch Instagram. Ich zähle auch dazu. Kann man gar nicht mehr wegdenken. Alle sagen immer: Weg mit den Handys! Konzentriert euch auf das Hier und Jetzt! Aber so ist nun mal das Hier und Jetzt. Alles ändert sich.

So hören sich wahre Süchtige an.

Nur am Handy