Nächster Halt: Rauswurf

Ich hatte mal wieder ein entzückendes Erlebnis mit der Deutschen Bahn. Die Strecke Köln–Bonn ist eine absolute Todesfalle. Es vergeht kaum ein Tag an dem kein Vorfall ist. Letztens auf dem Heimweg hielten wir unverhofft eine Station vor Bonn. Nach 10 Minuten erbarmte sich der Lokführer mal zu einer Durchsage. Angeblich waren spielende Kinder auf dem Gleis und die Fahrt würde nach wenigen Minuten fortgesetzt werden. Nach weiteren 30 Minuten Stockstarre der Bahn hat sich der Lokführer erneut zu Wort gemeldet. Spielende Kinder auf dem Gleis. Die Weiterfahrt wird in wenigen Minuten fortgesetzt. Repeat. Ein Raunen geht durch den Wagen. Die Leute sind natürlich mal wieder hochgradig empört. Um mich herum merke ich, wie die Aggression steigt.

Nach weiteren 10 Minuten kündigte man uns an: Die Fahrt geht doch nicht mehr weiter. Der Zug macht sich wieder zurück auf den Weg nach Köln. Heißen Dank für die Information! Gefühlte 1000 Menschen stiegen aus der Bahn. Erstmal folgte die große Ratlosigkeit. Wie kommen wir weiter nach Bonn? Nur 4 Minuten weitere Fahrtzeit hätte uns bis zu unserem Ziel gefehlt. 4 Minuten. Das sind 1,5 Stunden zu Fuß laut Google Maps. Irgendwo musste sich die Station befinden, an der nämlich die Stadtbahn entlang fährt. Nur wo ist diese Haltestelle? Auf Maps konnte ich sie nicht auffinden, da mir auch der Name der Haltestelle fehlte, aber wofür gibt es andere Menschen, wenn auf ein paar von ihnen kein Verlass ist? Ich folgte also der Masse durch einen Wald bis zur Haltestelle. Und welch eine Überraschung, die Stadtbahn verspätet sich auf unbestimmte Zeit. Ja und jetzt?

Taxi.

2 Stunden Heimweg statt 45 Minuten.

Beyond Tellerrand 2017 in Düsseldorf

Ich habe bereits einen Nachbericht von der Beyond Tellerrand 2017 im Agenturblog geschrieben.

Mein Chef gab mir wieder die Möglichkeit die Beyond Tellerrand zu besuchen. Letztes Jahr war ich auf dem Event in Berlin und fand’s dort schon ziemlich toll. Die Vorträge zu verschiedenen Themen aus Design und Webdevelopment haben mich sehr angesprochen. Hauptsächlich bin ich aber immer interessiert an Illustrationsthemen. Damals in Berlin hat Danny Gregory einen Vortrag über das tägliche Zeichnen gehalten und wie es ihn quasi aus einem Loch geholt hat in dem er sich befand. Dieser Vortrag war am Ende des ersten Tages angesetzt. Ähnlich auch dieses Mal in Düsseldorf war der Vortrag, auf den ich mich im Voraus am meisten gefreut habe, erst am Abend des ersten Tages.

Yuko Shimizu, eine talentierte Illustratorin aus Japan, die jetzt in New York City lebt und arbeitet, hat mich mit ihrem Vortrag total zum Lachen gebracht. Schade nur, dass der nicht online als Video verfügbar ist, da sie den aus mir unbekannten Gründen nicht veröffentlichen möchte. Hätte ich euch zu gerne gezeigt, denn ihre Arbeit mit unentschiedenen Kunden hat sie einfach richtig gut beschrieben. Und dann auch noch untermalt mit Schimpfwörtern – genau mein Ding. Vielleicht auch eins der Gründe, wieso das Video nicht in den Weiten des Internets gelangen sollte. Aber dann ist es echt umso besser gewesen, dass ich mir den Vortrag tatsächlich anhören konnte.

Gemeinsam einsam auf Konferenzen

Als eine Schwierigkeit stellte sich für mich tatsächlich das Drumherum des Events heraus. Die Vorträge waren klasse, keine Frage. Aber networken? Boah, das ist für mich eins der schwierigsten Sachen auf dieser Welt. Man ist zwar irgendwie unter Gleichgesinnten, aber trotzdem ist es nicht besonders leicht den ersten Schritt zu machen und Leute einfach anzuquatschen. Meine Kollegen waren nicht dabei und die anderen Teilnehmer vor Ort waren selber in Kollegengrüppchen unterwegs. Ich habe mich bei Zeiten recht verloren gefühlt, weil ich zwischen den Vorträgen in den Verschnaufspausen nicht so recht wusste, was ich mit mir selbst anfangen sollte, außer Wasser zu trinken, zu essen und um die Booths herumzuschleichen und zu gucken, was es so an Goodies gibt. Dazu muss ich auch noch sagen, dass die in Berlin deutlich besser waren. Oder anders ausgedrückt – es gab einfach mehr zu holen :D Jaja, bin halt ein kleiner Geier. Don’t judge me. Zwischendurch habe ich mal andere einsame Seelen gesehen und versucht mittels Telepathie ihnen zu vermitteln, dass wir gemeinsam einsam sind. Hat aber nicht so funktioniert.

Aber alleine hat der Burger vom Goodman’s Burger Truck auch ziemlich gut geschmeckt.

Bitte mal leise sein?

Es ist anstrengend, wenn Menschen wegen Bullshit andere Menschen anrufen. Und sich dann auch noch über den schlechten Empfang im Zug abfucken und es immer wieder versuchen. Dann schickt doch einfach eine Nachricht, die dann irgendwann durchkommt, sobald man aus dem Funkloch raus ist. Schreibt doch dann auch einfach gebündelt, dass ihr eure Brötchen auf dem Heimweg abholt und es deswegen nochmal 5 Minuten länger dauert. Dass der Zug Verspätung hat, könnt ihr auch per Nachricht klären. Oder aber redet einfach ein bisschen leiser.

Telefonieverbot in der Bahn. Das wär’s.

Halt den Mund

Graues Haar

Seit geraumer Zeit (eigentlich seit 10 Jahren) sprießen immer wieder mal graue Haare auf meinem Kopf. Und es werden immer mehr. Der Tod nähert sich.
Jetzt mal eine ernst gemeinte Frage: Wie stellt ihr euch den Tod vor? Folgt da noch etwas oder ist es einfach das unbeschreibbare Nichts?
Düsteres Thema für den ein oder anderen… lulz

Graue Haare auf dem Kopf

Die Schneeflocke vs. die Deutsche Bahn

Schnee bedeutet für die Deutsche Bahn seit unzähligen Jahren eine verheerende Katastrophe. Ich bin auch immer wieder überrascht darüber, wenn ich diese weißen Flocken von oben herab schweben sehe. Sowas habe ich in meinem Leben noch nie erlebt. Und was ist diese Kälte? Ich besitze doch gar keine wärmende Kleidung! Irgendwas läuft hier falsch.

Die Schneeflocke und die Deutsche Bahn

Weitere Katastrophen sind:

– Regen
– Kälte
– Hitze
– Zweige
– Personen
– Wind
– Luft
– sie selbst

Kundenservice bei Apple

Vor einigen Wochen habe ich eine ernüchternde Erfahrung beim Apple Kundenservice gemacht. Mein iPhone 6s litt unter einem Akkuproblem, das zu beheben galt. Seitens Apple wurde auch zugegeben, dass bei der ersten Produktion der 6s Modelle ein Serienfehler unterlaufen sei und nur wenige Geräte davon betroffen wären. Uh huh, ist klar. Jedenfalls gibt es daher ein kostenloses Akkuaustausch-Programm von Apple. Eigentlich ja eine gute Sache. Nur schade, dass die Apple Stores hoffnungslos überfüllt sind und man gar keine Möglichkeit hat weder online noch telefonisch einen Termin auszumachen, außer man erscheint dort persönlich und macht etwas Druck. Der nächste Apple Store in meiner Nähe liegt etwa 1,5 Stunden mit dem ÖPNV entfernt und bedeutet für mich, dass ich eine Menge Zeit dafür opfern muss. Ich hätte mich auch an einen authorisierten Händler in meiner Nähe wenden können, aber diese brauchten für die/den Reparatur/Austausch 7-10 Werktage. So lange ohne Smartphone ist in dieser Zeit mittlerweile ein Unding (jeder mag da seine Meinung zu haben), aber ich bin auch beruflich darauf angewiesen, pipapo.

Ich fuhr also an einem Samstag zum Apple Store in der Hoffnung, das mein Problem sehr schnell behoben wird. Denn Internetforen und Kommentaren zufolge, haben manche Kunden ihr iPhone direkt ausgetauscht bekommen. Eine Freundin mit demselben Problem begleitete zum Apple Store. Gemeinsam wurden wir dort empfangen, haben unser Problem geschildert und der werte Apple Mitarbeiter sagte uns, dass es kein Problem sei den Akku auszutauschen, allerdings würde die Reparatur bis zu 4 Stunden in Anspruch nehmen. An diesem besagten Samstag allerdings ging es dann doch nicht so schnell. Sie würden das iPhone erst bis zum Montag repariert bekommen. Wir wollten auf diese Umstände verzichten und haben einen neuen Termin zur Reparatur vereinbart, nämlich den 10. Dezember. Er versicherte uns, dass wir an diesem Tag unsere iPhones repariert bekommen und auch am selben Tag wieder damit herausspazieren können. So war unser Stand und unter diesen Bedingungen haben wir auch unseren Termin gebucht.

Fast forward zum 10. Dezember. Erstmal gab’s im Bonner Hauptbahnhof mal wieder einen verlassenen Koffer, alles gesperrt, Polizei blablabla. Fast wäre ich zu spät zu meinem Termin beim Apple Store erschienen. Dass ich genau in der Woche jeden einzelnen Tag Ärger mit der Deutschen Bahn hatte, ist schon wieder ein anderes Kapitel.

Angekommen im Apple Store – noch pünktlich – wurde ich wieder empfangen und zur Genius Bar nach hinten geschickt. Dort wartete schon die andere Freundin an der Theke.

Ja. Und dann fing es schon an. Wir mussten erneut unser Problem schildern und der Mitarbeiter wollte dann für die Reparatur einen neuen Termin vereinbaren. Denn der heutige Termin wäre ja nur zur Diagnose des Problems gewesen. In diesem Moment bin ich das erste Mal in der Öffentlichkeit sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr zornig geworden. Nach einstündiger Diskussion bin ich mit meinem defekten iPhone 6s und einer neuen Silikon Hülle (als Entschädigung für den Stress) aus dem Laden gegangen. Die Freundin hat ihr Gerät ausgetauscht bekommen, weil sie noch innerhalb der Garantie war. Bei ihr hat es allerdings auch sehr lange gedauert bis es überhaupt dazu kam, denn ihr iPhone war gar nicht von diesem Serienfehler betroffen, obwohl der erste Mitarbeiter mit dem wir 2 Wochen vorher gesprochen hatten ihre Seriennummer extra geprüft hat. Der totale Bringer des Apple Mitarbeiters war: “Ja, du hast dich doch für das iPhone entschieden!”, als wir unserem Ärger Luft gemacht haben.

Zornig beim Apple Store

Es waren nicht mal Akkus vorrätig, sodass ich nicht genau wusste, wann ich denn endlich den Akku ausgetauscht bekomme. Letztendlich hat es dann “nur” 5 Tage gedauert bis eine neue Akkulieferung eintraf und ich dann am folgenden Samstag erneut zum Apple Store fahren konnte. Der Austausch wurde innerhalb von 30 Minuten durchgeführt und die Sache war dann endlich vom Tisch. Congratulations to me.

Einfach mal eine Auszeit

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich schlauchen soziale Interaktionen auf Dauer. Ich unternehme gerne etwas mit meinen Freunden und bin unter ihnen auch recht gesellig, aber müsste ich jeden Tag irgendetwas unternehmen, wäre ich völlig am Ende. Deswegen brauche ich immer wieder mal Zeit für mich selbst, damit ich wieder auftanken kann.

Introvertierte müssen mal tanken