Redesign Nyonya Cooking

Es ist vollbracht. Mein Bruder und meine Schwägerin haben das Redesign der Website Nyonya Cooking fertig gestellt. Falls euch die Seite noch nichts sagt: Seit 2011 betreiben sie einen YouTube Channel in der sie die malaysische Küche vorstellen und Rezepte zum Nachkochen anbieten. Ich hatte die Ehre für das Redesign ein paar Illustrationen zu erstellen, um der Seite eine persönlichere Note zu geben. Die Bilder könnt ihr in meinem Portfolio betrachten oder direkt auf der neuen Website.

Nyonya Cooking Photo Placeholder

Island 2017

Island 2017 Illustration

Da ich kein besonders begnadeter Berichterstatter bin, werde ich nur ein bisschen zusammenhanglos von meiner letzten Reise erzählen.

Erstmal zu den Randinformationen, die uns diese Reise erst ermöglicht haben: Das liebe Geld. Folgendermaßen sahen die Reisekosten pro Person aus.
180€ für den Flug.
90€ für die zentral in Reykjavik gelegene airbnb Unterkunft.
70€ für den Mietwagen.
Wohlbemerkt – wir waren zu viert unterwegs. 4 Tage und 3 Nächte, wobei der 4. Tag nur daraus bestand wieder zurück zum Flughafen zu fahren.

Am Abflugtag ging es schon gut los. Wie sollte man es auch anders erwarten, hatte die Deutsche Bahn mal wieder massive Verspätungen am Start. Gut, dass wir einen Puffer von einer Stunde eingebaut haben, denn wir wissen ja alle wie katastrophal die Zustände dieses Unternehmens sind. Der Regionalexpress von Bonn nach Düsseldorf Flughafen zeigte eine Verspätung von 60 Minuten an. Da die Warterei unzumutbar war und uns keiner garantieren konnte, dass sie überhaupt mal ankommt, haben wir uns entschieden eine alternative Bahn nach Köln zu nehmen und von dort mit einer Umsteigezeit von gerade mal 2 Minuten einen anderen Regionalexpress zu nehmen, blabla. Letztendlich ging alles gut, auch wenn uns dieser Umweg tatsächlich 60 Minuten gekostet hat. Ob wir mit der verspäteten Bahn auch noch rechtzeitig angekommen wären – das werde ich wohl niemals herausfinden.

Der Direktflug ging ca. 3:30 Stunden und war mit airberlin recht erträglich. Von Beinkomfort kann ich mit meinen langen Beinen leider gar nicht schwärmen. Es ist immer wieder ein pain in the ass mit dem Flugzeug zu fliegen. Jedes Mal habe ich das Gefühl, dass man mir die Knie in die Oberschenkel hineinpresst. Kaum stieg ich aus dem Flugzeug drückte noch mein Gehirn gegen die Schädelwand. Ich entwickle so schnell Kopfschmerzen. Wahrscheinlich lautet die Diagnose Gehirntumor. Oder einfach Migräne. Meistens hilft ein starker Kaffee. Vielleicht entstammen die Kopfschmerzen aber auch aus meinem Koffeinentzug. Bin ich süchtig nach Kaffee?

Erstmal mit der VISA Karte einheimisches Geld abheben, damit man sich auch mal was gönnen kann. In Island kann man sich eigentlich gar nicht so viel gönnen. Schaut man sich die Preise mal an, könnten einem die Augen rausfallen. Während wir auf unsere weiteren zwei Reisebegleiter gewartet haben, habe ich versucht mir die Kopfschmerzen aus der Birne zu massieren. Hat nicht funktioniert. Meine große Hoffnung lag in der Blauen Lagune. Vielleicht kann die heiße Therme ja die Schmerzen ausradieren. Denn die war unser erstes Ziel!

Es dauerte ein wenig bis wir den Mietwagenverleih am Flughafen gefunden haben. Und wir verfuhren uns als wir unterwegs zur Blauen Lagune waren. Schlaumeier on the road. Da man feste Uhrzeiten für den Besuch bucht, bringt es auch nichts früher da zu sein, so wie in unserem Fall. Die eine Stunde Wartezeit haben wir im Café mit völlig überteuerten Snacks verbracht. Jeder hat für ein Baguettesandwich knappe 11€ hingeblättert. Kleine Randbemerkung: Diese belegten Sandwiches haben wir im hiesigen Supermarkt “Bonus” entdeckt. Einfach 3x so günstig.
Auch wenn 50€ Eintritt recht pricey sind, lohnt es sich schon mal so eine heiße Quelle zu besuchen. Sicherlich gibt es andere schöne Alternativen, aber die sind mir in Island nicht bekannt. Im Preis inkludiert ist noch eine Silica Mud Gesichtsmaske, die nach Eiern stinkt. Meine Kopfschmerzen waren übrigens nach dem 2-stündigen Besuch der heißen Quelle einigermaßen fort.

Die nächsten Tage verbrachten wir die meiste Zeit im Mietwagen und haben die schöne Landschaft begutachtet. Hier ein paar Fotos.

 

Das Wetter spielte am ersten Tage nicht besonders gut mit. Es regnete den ganzen Tag und leider musste ich feststellen, dass meine Jacke nicht besonders regenfest ist. Was soll’s, ich habe es überlebt ohne krank zu werden.

Kommunikation mit den Isländern funktioniert reibungslos mit Englisch.
Ich trinke ja gerne Milch. Mich interessiert der Milchgeschmack in anderen Ländern. Bisher habe ich die beste Milch in Japan getrunken. Hier in Deutschland find ich sie nicht besonders genießbar, da sie in meinen Worten “kotzig” schmeckt. Jedenfalls war diese Reise natürlich ein guter Anlass die einheimische Milch zu probieren. Wir standen im bereits erwähnten Supermarkt in einem Kühlraum, wo sich alle möglichen gekühlten Produkte befinden. Einfach mal ein begehbarer Kühlschrank im Supermarkt. Die Auswahl an Milchsorten war ein wenig überwältigend. Ebenso überwältigend war meine Ahnungslosigkeit der isländischen Begriffe. Also habe ich eine isländische Dame gefragt, ob sie mir erklären könnte, was ich da gerade in der Hand halte. Es war Sahne. Sie hatte noch ihre vermutlich 15-jährige Tochter zum Einkaufen mitgenommen, die unsere Konversation mitbekommen hat. Einige Minuten später nachdem ich mit ihrer Mutter das kurze Gespräch beendet hatte, kam sie auf mich zu und fragte, ob ich denn weitere Hilfe benötigen würde. Voll nett! Die logischste Schlussfolgerung darauf ist natürlich, dass Isländer besser erzogen sind und besser Englisch können (Vorsicht. Nicht ernst nehmen).

Fazit: Voll schön! Polarlichter haben wir leider nicht gesehen, aber vielleicht schaffen wir das ja bei einer nächsten Reise dorthin.

Bitte mal leise sein?

Es ist anstrengend, wenn Menschen wegen Bullshit andere Menschen anrufen. Und sich dann auch noch über den schlechten Empfang im Zug abfucken und es immer wieder versuchen. Dann schickt doch einfach eine Nachricht, die dann irgendwann durchkommt, sobald man aus dem Funkloch raus ist. Schreibt doch dann auch einfach gebündelt, dass ihr eure Brötchen auf dem Heimweg abholt und es deswegen nochmal 5 Minuten länger dauert. Dass der Zug Verspätung hat, könnt ihr auch per Nachricht klären. Oder aber redet einfach ein bisschen leiser.

Telefonieverbot in der Bahn. Das wär’s.

Halt den Mund

Das Gesicht entspannen

Meine Mutter hat mich auch schon des Öfteren darauf angesprochen, wenn ich am Esstisch saß und gegessen habe, dass ich stets meine Stirn runzel. Auch Freunde fragten mich ab und zu mal, ob denn was passiert sei, wenn ich auf mein Handy blicke und meine Stirn runzel. Kollegen fragen sich bestimmt auch manchmal, wieso ich so ernst oder gar böse dreinschaue, wenn ich arbeite. Es kostet mich wirklich Anstrengung bewusst mein Gesicht zu entspannen. Ich merke das meistens gar nicht mal, dass ich so gucke.

Stirnrunzeln

Unreinheiten

Da wird man mal einige Wochen am Stück nicht von extremen Hautunreinheiten geplagt und schon sprießen sie aus dem Nichts. Naja, nicht ganz aus dem Nichts. Früher habe ich nicht daran geglaubt, dass die Ernährung eine große Rolle spielt, aber das tut sie in der Tat. Insbesondere über die Feiertage (maßlose Fresserei) habe ich wieder viele Pickel bekommen. Und wenn man auch nur an Pickel denkt, dann gedeihen sie erst recht.

Doch nicht pickelfrei

Periodenschmerz

Periodenschmerz

Manchmal habe ich krasse Periodenschmerzen. Von einigen bekomme ich den Rat einfach die Pille zu nehmen. Hell no, ich nehme doch nicht die Antibabypille, damit ich von den Schmerzen verschont bleibe. Das ist nur eine nette Nebenwirkung und klappt nicht bei allen. Es ist zwar nicht unbedingt gesünder sich reihenweise Schmerzmittel reinzupfeifen, aber die Pille hat ja andere hormonelle Auswirkungen auf meinen Körper auf die ich verzichten möchte. Ich spreche allerdings nicht aus Erfahrung, da ich noch nie die Pille eingenommen habe.

Nichtsdestotrotz ist es eine ziemlich unangenehme Angelegenheit. Mich kann man an den ersten zwei Tagen der Periode kaum zu etwas gebrauchen. Ich bin geplagt von schlimmen Schmerzen, Durchfall, Hitzewallungen – Dinge, die man im Alltag einfach gar nicht gebrauchen kann. Und das ist ein großes Problem im Job. Bzw. kann ein großes Problem werden. In meinem Fall bin ich nicht arbeitsunfähig. Nur die Fahrt ins Büro und alles drumherum gestaltet sich als überaus unpraktisch. Wer lässt sich schon gerne beim “durchfallen” belauschen? Und ab und zu muss ich mich tatsächlich hinlegen, damit der Schmerz sich legt. Und wenn die Blutung so stark ist, dass sie ein extremes Desaster auf der Bekleidung hinterlässt – auch nicht so schön. Arbeiten kann ich aber. Und wie lösen wir das im Zeitalter des Internets und moderner Technik? Mit Home Office.

Ich habe bisher zwei unterschiedliche Erfahrungen in der Hinsicht gemacht. In einem Unternehmen hat man das Problem nicht zur Kenntnis nehmen wollen und auch nicht akzeptiert. Wer nicht ins Büro kommen kann, ist unbrauchbar. Home Office? Ne, Alte, da fehlt uns die Kontrolle und Überwachung der Mitarbeiter. Trust no bitch. Derzeit habe ich viel Glück und einen echt korrekten Chef, der sowas wie Empathie und Vertrauen besitzt. Kann man aber nicht von allen erwarten, ne? Ich finde übrigens nicht, dass das ein unangenehmes Tabuthema ist. Das ist der Lauf der Dinge. Und viele Frauen leiden darunter.

Kundenservice bei Apple

Vor einigen Wochen habe ich eine ernüchternde Erfahrung beim Apple Kundenservice gemacht. Mein iPhone 6s litt unter einem Akkuproblem, das zu beheben galt. Seitens Apple wurde auch zugegeben, dass bei der ersten Produktion der 6s Modelle ein Serienfehler unterlaufen sei und nur wenige Geräte davon betroffen wären. Uh huh, ist klar. Jedenfalls gibt es daher ein kostenloses Akkuaustausch-Programm von Apple. Eigentlich ja eine gute Sache. Nur schade, dass die Apple Stores hoffnungslos überfüllt sind und man gar keine Möglichkeit hat weder online noch telefonisch einen Termin auszumachen, außer man erscheint dort persönlich und macht etwas Druck. Der nächste Apple Store in meiner Nähe liegt etwa 1,5 Stunden mit dem ÖPNV entfernt und bedeutet für mich, dass ich eine Menge Zeit dafür opfern muss. Ich hätte mich auch an einen authorisierten Händler in meiner Nähe wenden können, aber diese brauchten für die/den Reparatur/Austausch 7-10 Werktage. So lange ohne Smartphone ist in dieser Zeit mittlerweile ein Unding (jeder mag da seine Meinung zu haben), aber ich bin auch beruflich darauf angewiesen, pipapo.

Ich fuhr also an einem Samstag zum Apple Store in der Hoffnung, das mein Problem sehr schnell behoben wird. Denn Internetforen und Kommentaren zufolge, haben manche Kunden ihr iPhone direkt ausgetauscht bekommen. Eine Freundin mit demselben Problem begleitete zum Apple Store. Gemeinsam wurden wir dort empfangen, haben unser Problem geschildert und der werte Apple Mitarbeiter sagte uns, dass es kein Problem sei den Akku auszutauschen, allerdings würde die Reparatur bis zu 4 Stunden in Anspruch nehmen. An diesem besagten Samstag allerdings ging es dann doch nicht so schnell. Sie würden das iPhone erst bis zum Montag repariert bekommen. Wir wollten auf diese Umstände verzichten und haben einen neuen Termin zur Reparatur vereinbart, nämlich den 10. Dezember. Er versicherte uns, dass wir an diesem Tag unsere iPhones repariert bekommen und auch am selben Tag wieder damit herausspazieren können. So war unser Stand und unter diesen Bedingungen haben wir auch unseren Termin gebucht.

Fast forward zum 10. Dezember. Erstmal gab’s im Bonner Hauptbahnhof mal wieder einen verlassenen Koffer, alles gesperrt, Polizei blablabla. Fast wäre ich zu spät zu meinem Termin beim Apple Store erschienen. Dass ich genau in der Woche jeden einzelnen Tag Ärger mit der Deutschen Bahn hatte, ist schon wieder ein anderes Kapitel.

Angekommen im Apple Store – noch pünktlich – wurde ich wieder empfangen und zur Genius Bar nach hinten geschickt. Dort wartete schon die andere Freundin an der Theke.

Ja. Und dann fing es schon an. Wir mussten erneut unser Problem schildern und der Mitarbeiter wollte dann für die Reparatur einen neuen Termin vereinbaren. Denn der heutige Termin wäre ja nur zur Diagnose des Problems gewesen. In diesem Moment bin ich das erste Mal in der Öffentlichkeit sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr zornig geworden. Nach einstündiger Diskussion bin ich mit meinem defekten iPhone 6s und einer neuen Silikon Hülle (als Entschädigung für den Stress) aus dem Laden gegangen. Die Freundin hat ihr Gerät ausgetauscht bekommen, weil sie noch innerhalb der Garantie war. Bei ihr hat es allerdings auch sehr lange gedauert bis es überhaupt dazu kam, denn ihr iPhone war gar nicht von diesem Serienfehler betroffen, obwohl der erste Mitarbeiter mit dem wir 2 Wochen vorher gesprochen hatten ihre Seriennummer extra geprüft hat. Der totale Bringer des Apple Mitarbeiters war: “Ja, du hast dich doch für das iPhone entschieden!”, als wir unserem Ärger Luft gemacht haben.

Zornig beim Apple Store

Es waren nicht mal Akkus vorrätig, sodass ich nicht genau wusste, wann ich denn endlich den Akku ausgetauscht bekomme. Letztendlich hat es dann “nur” 5 Tage gedauert bis eine neue Akkulieferung eintraf und ich dann am folgenden Samstag erneut zum Apple Store fahren konnte. Der Austausch wurde innerhalb von 30 Minuten durchgeführt und die Sache war dann endlich vom Tisch. Congratulations to me.